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05.02.2012 17:31
Bastian Walther

Ein Gründungsmitglied und 1,5 Jahre für jede Tat bereit!

Stimmgruppe: Bass 1

Biographisches:
Seit meiner Geburt an lebe ich in Jena. Ich denke, ich habe eine ganz normale Kindheit verbracht, was Kindergarten und Schule betrifft. Mit 4 Jahren habe ich eine musikalische Grunderziehung in der Musikschule angefangen. Meine Grundschule war die Westschule, in dem Viertel wo ich fast mein ganzes Leben gelebt habe: in Jena-West. Zu beginn der Grundschulzeit habe ich angefangen im Knabenchor der Jenaer Philharmonie zu singen. Dahin gekommen bin ich, weil die Kusine meines Vaters dort Stimmbildnerin war. Nach einem Jahr Vorkurs, gerade 7 geworden, kam ich dann in den Konzertchor und musste alles auswendig lernen, weil ich noch nicht lesen konnte. Gleichzeitig habe ich noch Klavier bei der Musikschule gelernt.
Mein Abschlusszeugnis der vierten Klasse war nicht außergewöhnlich, man war sich jedoch einig mich auf das Gymnasium zu schicken. Also bin ich auf dem Christlichen Gymnasium Jena gelandet, womit ich, im Nachhinein gesehen, sehr viel Glück hatte. In der 5. Klasse begann dann auch meine Fußballkarriere beim glorreichen SV Jena Zwätzen, bei dem ich bis heute spiele. So ging mein Leben seinen Gang, ich hatte immer viele Aktivitäten, kaum einen freien Tag in der Woche, aber viele verschiedene Freundeskreise und eine musikalische und sportliche Ausbildung.
In der 10. Klasse bot sich dann die Möglichkeit für 3 Monate zu einer Gastfamilie nach Madrid zu gehen, ohne das Schuljahr wiederholen zu müssen. Die Gelegenheit ließ ich mir nicht entgehen und lebte im Januar bis April 2005 in Spanien. So eine Zeit bringt einen natürlich sehr weiter. Ein Höhepunkt meines bisherigen Lebens war sicher eine Andalusienreise am Ende des Madridaufenthaltes, die mein Freund Benny (damals 16) und ich selbst geplant hatten. Mit 15 Jahren ging es zum ersten Mal ganz allein für 9 Tage in den Urlaub. Was ich damals alles geschafft habe, konnte ich erst sehr viel später begreifen, denn wir hatten unser Hotel selbst rausgesucht (unsere Eltern mussten nur auf „buchen“ klicken),  Busse organisiert, uns mit Essen versorgt und sehr viel von der Region mitbekommen. Mit mehr Selbstständigkeit, Spanischkenntnissen und ein bisschen mehr Ahnung vom Leben bin ich aus dieser Zeit herausgekommen.
Inzwischen war ich beim Klavier zur Musikrichtung Jazz gewechselt, nachdem ich mich 10 Jahre mit klassischer Musik herumgeschlagen hatte. Im Chor war ich zum Männerchor „aufgestiegen“ und Anfang der 11. Klasse erfolgte ein weiterer Höhepunkt. Unsere gesamte Spanischklasse hatte ein Jahr daraufhin gearbeitet. Wir flogen 3½ Wochen nach Chile. Dieser knappe Monat öffnete mir mehr und mehr die Augen. Die Lebenserfahrung, die ich dort gemacht habe, möchte ich auf keinen Fall missen. Nicht nur das wir bei unserem Sozialen Projekt arme Kinder gesehen haben, es war auch sehr wichtig zu sehen, wie Menschen aus anderen Kontinenten leben, beziehungsweise sind. Nicht zu vergessen hat sich mein Spanisch weiterverbessert – die Reise war ein voller Erfolg.
Mit meinen jungen Jahren habe ich schon viel von der Welt gesehen und hoffe, das das so weiter geht. Mit der Gründung der Octavians geht meine chorische Ausbildung nun in die nächste Runde, worüber ich mich sehr freue. Außerdem hat sich mein Freundeskreis jetzt um sieben außergewöhnliche Personen erweitert, die allesamt älter sind als ich, worauf ich sehr stolz bin.