logo

Ensemble

Die Octavians [ˌokˈteɪvɪæns] gehören zu den bekanntesten Vokalensembles Deutschlands. Sie sind mehrfacher Preisträger verschiedener A-cappella-Wettbewerbe und brillieren durch ihren homogenen Klang und ihre musikalische Vielseitigkeit. Dabei gelingt ihnen die Gratwanderung zwischen humoristischem und geistlichem Liedgut. Ihre Countertenöre verleihen der Gruppe eine unverwechselbare Klangfarbe und ermöglichen ihr auf diese Weise ein Spektrum vom höchsten Sopran bis zum tiefen Bass zu intonieren. In den 13 Jahren ihres Bestehens erweiterte sich das Repertoire der Octavians stetig und umfasst mittlerweile geistliche und weltliche A-cappella-Werke aus über acht Jahrhunderten von den Anfängen der Mehrstimmigkeit bis zum zeitgenössischen Jazz und Pop.
Zahlreiche Konzerte im ganzen Bundesgebiet führten die Octavians in alle Ecken der Republik, wobei sie unter anderem im Auftrag der Jenaer Philharmonie, des Thüringer Kultusministeriums und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auftraten. Selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte sich dem Charme der jungen Männer nicht entziehen, als sie anlässlich des Thüringer Sommerfestes in Berlin im Juni 2014 auf die Gruppe traf. Internationale Konzerte wie im Februar 2015, wo die Octavians für das Goethe-Institut als „Kulturbotschafter“ Deutschlands in Tunesien unterwegs waren, zeigen ihre Präsenz über Landesgrenzen hinaus. Auf weiteren Reisen fuhren die acht Sänger quer durch Europa, so zum Beispiel in die Schweiz, nach England, Italien, Spanien, Schweden und Frankreich.
Im Mai 2010 gewannen die Octavians den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Ein Jahr später stellte sich die Gruppe der internationalen Konkurrenz beim A-cappella-Festival „Vokal total“ in Graz und konnte mit einem Silberdiplom im Gepäck nach Hause reisen. Im Mai 2014 folgte der 3. Preis in der Kategorie „Klassisches Ensemble“ beim wichtigen Deutschen Chorwettbewerb. Ihren bis dahin größten Erfolg feierten die Octavians im April 2017, wo sie beim internationalen A-cappella-Festival in Leipzig siegten und den 2. Preis (bei nicht vergebenem 1. Preis) sowie den begehrten Publikumspreis gewannen. Es folgte ein Gastkonzert beim Leipziger A-cappella-Festival 2018, welches später im Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt wurde.
2011 veröffentlichen die Octavians ihren ersten Tonträger „Auftakt“ beim Klassik-Label „querstand“, welcher einen umfassenden Überblick über das künstlerische Spektrum der jungen Sänger bietet. Im Jahre 2013 folgte mit „Goldene Zwanziger“ unter dem Label „Rondeau“ die zweite CD – eine Hommage an die Comedian Harmonists, die darüber hinaus mit Jazz- und Pop-Standards der 20er- bis 60er-Jahre bespickt ist. 2015 erschien ebenfalls bei „Rondeau“ die CD „Es naht ein Licht“, welche sich mit ihren wohlig warmen Klängen der Adventszeit widmet. Im Oktober 2016 feierten die Octavians ihr 10-jähriges Bestehen und gaben unter dem Titel „10 Jahre Octavians – Das Konzert“ ihr bis dahin größtes eigenständiges Konzert im Jenaer Volkshaus vor mehr als 800 Zuschauern. Aus der Aufzeichnung dieses besonderen Ereignisses entstanden die vierte CD und zugleich die erste DVD der Gruppe.
Im Mai 2019 erschien der neueste Tonträger des Ensembles. In einer Kooperation mit der Akademischen Orchestervereinigung Jena wurden die mittelalterlichen Melodien Heinrich von Meißens in einer modernen Rekomposition des Komponisten Karsten Gundermann wiederaufgeführt und sein „Kreuzleich“ unter dem Label „Genuin“ erstmalig eingespielt.

Heiko Knopf

Heikos musikalische Ausbildung begann im Alter von 7 Jahren als Mitglied im Knabenchor der Jenaer Philharmonie. Während seiner Schulzeit interessierte er sich vor allem für Literatur, Kunst und Kultur, weshalb er später, zusätzlich zum Gesang, als Schauspieler, Stimmbildner und Moderator in Erscheinung trat. In verschiedenen Projekten, Workshops und Kursen unter anderem im Gewandhauschor Leipzig und dem Kammerchor Dresden arbeitete er bereits mit namhaften Dirigenten und Chorleitern zusammen. So zum Beispiel Riccardo Chially, Hans-Christoph Rademann, Ekkehard Klemm, Nicolas Pasquet, Jürgen Puschbeck, Gregor Meyer, Berit Walther und Olaf Katzer. Heiko ist eines der Gründungsmitglieder und seit 2008 musikalischer Leiter der Octavians.

Jakob Rendenbach

Für Jakob war schon früh klar, dass Musik immer der Mittelpunkt seines Lebens sein würde. So nahm er im Alter von 6 Jahren erstmals Klavierunterricht bei Andreas Kasper, welcher ihn bis zum Schulmusikstudium begleitete. Parallel sang er zeitlebens in vielen Chören, unter anderem der Capella poetica, dem Basilikachor St. Paulin Trier, dem Kammerchor der HfM Franz Liszt Weimar und VoCompany und nahm Gesangsunterricht bei Antonia Lutz, Uwe Götz und Martin Ulrich. Mit 18 Jahren gewann er einen Kompositionswettbewerb von KultCrossing. Er ist tätig als Chorleiter, Sänger, Beatboxer, Arrangeur und Musikproduzent, unter anderem für das Vokalensemble picturesque. So fand er 2020 im Zuge einiger Auftragsarrangements den Weg zu den Octavians.

Matthias Mäurer

Neben der musikalischen Grundausbildung an der Jenaer Musikschule ab dem vierten Lebensjahr wurde Matthias vor allem durch die darauf folgende langjährige Mitgliedschaft im Jenaer Knabenchor musikalisch geprägt. Hier erhielt neben der gesanglichen Ausbildung auch Flötenunterricht. Matthias ist ein Gründungsmitglied der Octavians und unterstützt die Gruppe als Moderator bei Konzerten sowie bei organisatorischen Angelegenheiten und Öffentlichkeitsarbeit. Neben seiner Mitgliedschaft bei den Octavians war Matthias bis 2011 im Jenaer Madrigalkreis.

Clemens Risse

Bereits in seinen ersten Lebensjahren entdeckte Clemens seine Faszination und Leidenschaft für die Musik, was ihn dazu veranlasste, Klavierunterricht an der Musik- und Kunstschule Jena zu nehmen. Im Grundschulalter stellte er sich beim Knabenchor der Jenaer Philharmonie vor und wurde auf diese Weise mit Chor- und Sologesang vertraut gemacht. Mittlerweile kann er auf zehn Jahre musikalischer Ausbildung zurückblicken. Nebenbei fasste Clemens auch im Madrigalkreis Jena Fuß. Der Kammerchor ermöglichte es ihm, einige Projekte mit anderen deutschen Chören und Musikergruppen mitzuerleben. Dies brachte ihm einen großen Erfahrungsgewinn und -austausch ein. Mit den Octavians hat er seit 2017 ein erfolgreiches Ensemble gefunden, mit welchem er seine musikalischen Ziele weiter verfolgen kann.

Christian Gaida

Bereits im Alter von 6 Jahren begann Christian mit dem Geigenspiel und nahm im Rahmen seiner musikalischen Ausbildung an der Musikschule Lutherstadt Wittenberg mehrmals erfolgreich an Wettbewerben wie „Jugend Musiziert“ teil. Eine umfassende weiterführende musikalische Ausbildung erhielt er an der Landesschule Pforta bei Naumburg, wo er im Schulorchester aktiv war. Seine gesanglichen Fähigkeiten bildete er durch individuelle Stimmbildung und als langjähriges Mitglied des Jugendchores der Landesschule aus. Darüber hinaus sang er im Chor unter der Leitung von Kersten Lachmann. Anschließend wurde er Mitglied des Kammerchores der Hochschule Franz Liszt Weimar (2009-2012) unter der Leitung von Prof. Jürgen Puschbeck. Hier arbeitete er unter anderem mit Nicolas Pasquet und dem Thomaskantor Georg Christoph Biller zusammen.

Martin Kleekamp

Mit Martin stieß im Jahre 2009 der erste Sänger zu den Octavians, der nie Mitglied des Knabenchors der Jenaer Philharmonie war. Martin erhielt zuvor eine 6-jährige Klavierausbildung und war viele Jahre bei den Jenaer Jubilee Singers aktiv. Darüber hinaus wirkte er in mehreren Gospel-, Kirchen- und Jugendchören sowie im Leipziger Gewandhauschor mit. Neben seinen gesanglichen Tätigkeiten spielt Martin seit seinem 14. Lebensjahr in verschiedenen Bands E-Bass. Innerhalb der Gruppe engagiert sich Martin insbesondere für organisatorische Angelegenheiten und ist als versierter Techniker bei akustisch verstärkten Konzerten für die Mischung sowie für Tonaufnahmen zuständig.

Johannes Schleußner

Johannes durchlief seine musikalische Ausbildung an der Musik- und Kunstschule Jena und später im Knabenchor der Jenaer Philharmonie. Er war unter anderem Mitglied des Kammerchors der Frauenkirche Dresden und des Kammerchors der Hochschule Franz Liszt Weimar und wirkte projektweise im Kammerchor Dresden und im Gewandhauschor Leipzig mit. Im Zuge seiner sängerischen Laufbahn arbeitete er unter anderen mit Christian Thielemann, Hans-Christoph Rademann, Isaac Karabtchevsky, Jürgen Puschbeck, Matthias Grünert und Gotthold Schwarz zusammen. Johannes ist Gründungsmitglied, hatte jedoch studiumsbedingt die Gruppe 2008 verlassen. Seit 2016 ist er wieder als Bass dabei.